Was ist bloß los mit den Spieleherstellern für Nintendos aktuellen Handheld? Ich stöberte gerade bei amazon.de, weil ich zu Weihnachten ein paar Gutscheine bekommen habe. Ich dachte mir, dass ich mir davon einen Schwung neuer DS-Spiele besorge. Tja, Pustekuchen! Es ist echt unvorstellbar wie schwer es mir fällt ein Spiel zu finden, das mir zusagt. Wenn man von einigen Square Enix-Spielen mal absieht, dann ist da in meinen Augen nichts brauchbares zu finden.
Der Grund dafür ist, dass so viele Spiele mit dem Stift gesteuert werden müssen. Was ist aus der Zelda-Reihe geworden? Bisher hat mir jeder Teil gefallen, den ich gespielt habe. Mein erstes Zelda-Erlebnis war The Legend of Zelda: Link’s Awakening. Das habe ich mit großem Spaß gespielt. Soweit ich mich entsinne war das Spiel auch nicht in 14 Stunden beendet – aber das soll kein Kriterium sein. Beyond Good & Evil habe ich in etwa 8 Stunden durchgespielt und halte es für ein großartiges Spiel. Die Zelda-Teile auf dem Nintendo 64 waren, trotz der plötzlichen dritten Dimension, sehr gut spielbar. Auf dem GameCube habe ich The Legend of Zelda: Twilight Princess gespielt, bin aber nie über das bescheuerte “du musst auf Epona reiten und Sachen einsammeln, damit die Handlung losgeht” geschafft. Ich habe mir aber sagen lassen, dass es wie The Legend of Zelda: The Windwaker (ja, ich schreibe “The Legend of Zelda” immer aus… und ja, es sind immer Wikipedia-Links), was ich ebenfalls nicht gespielt habe, sehr viel Spaß macht. Nun gut…
Was ich eigentlich sagen wollte: The Legend of Zelda: Phantom Hourglas, der aktuelle Zelda-Teil für den Nintendo DS, macht mich wahnsinnig. Wieso nur muss ich das mit dem Stift spielen? Muss ich es tun, weil man es kann? Muss ich dann im späteren Verlauf in das Mikrofon schreien, um Ganondorf (oder wie auch immer der Oberbösewicht in diesem Teil heißt) zu vertreiben? Ich habe mich gestern, vor dem Schlafen, bestimmt eine Stunde lang gequält. Ich habe es geschafft mir mein Schwert zu holen, indem ich die Anzahl der Palmen am Strand mit dem Stift auf das Schild geschrieben habe (ooookay…). Danach bekam ich eine Einführung in die Kampfkunst mit dem Schwert (natürlich – wie könnte es anders sein – mit dem Stift):
- auf den Gegner tippen: Direkter Angriff
- eine Linie zwischen mir und dem Gegner ziehen: Schwertschwung
- einen großen Kreis um mich ziehen: Wirbelattacke
Sicher gibt es noch mehr, aber die kenne ich nicht. Irgendwie kann man Purzelbäume schlagen, und damit gegen einen Baum (o.ä.) rollen. Dazu muss man kleine, schnelle Kreise am Bildschirmrand zeichnen. Ist mir allerdings bisher nicht gelungen… Was ich gut finde ist, dass man sich mit dem Stift Notizen auf der Karte machen kann. Dafür sollte man den Stift benutzen. Zum Steuern kann man genauso gut auch das schöne Steuerkreuz links vom Touchscreen benutzen.
Das Stöbern bei amazon.de habe ich aufgegeben, als ich auf Time Hollow gestoßen bin. Da ist wahrhaftig ein Stift auf dem Cover des Spiels: der Hollow Pen. Mit diesem Hollow Pen kann ich Portale öffnen. Ich mutmaße mal durch Zeichnen eines Kreises in einer bestimmten Geschwindigkeit.
Warum gibt es keine Adventures für den DS? Ich meine damit Adventures wie Monkey Island (I-III). Dafür kann man den Stift des DS doch wunderbar benutzen. Naja… ich will es mal dabei belassen.
Ich besitze zwei Spiele von Square Enix für den DS. Sie gefallen mir alle beide: Final Fantasy III und Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates. Das letzte gefällt mir besser, weil er mehr an die alten Zelda-Teile herankommt. Könnte auch daran liegen, dass ich irgendwie erstmal genug habe von rundenbasierten Rollenspielen. Aber wie es aussieht, werde ich mir wohl trotzdem Final Fantasy IV für den DS besorgen. Und wenn meine Laune sich bis zum Bestellen wieder gebessert hat, dann nehme ich Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen direkt mit. Wir werden sehen…
Puh, das war jetzt ein ziemlich langer Text, den ich da (man höre und staune: ganz ohne Zuhilfenahme des Hollow Pen) produziert habe. Ich werde jetzt ins Bett gehen und mich mit einem Hörbuch, welches von Rufus Beck gelesen wird, wieder beruhigen. Morgen sieht die Welt bestimmt schon wieder ganz anders aus.
Bis die Tage, kupo.